Raststätte Raststätte Raststätte

Raststätte oder sie machens alle

Schauspiel von Elfriede Jelinek, 7 Semesterarbeit

Der Eindruck eines verlassenen, ruinenhaften Gebäudes das sich im Nirgendwo, im Grenzland befindet wird durch mein Bühnenbild
vermittelt.Der Gesellschaft, die sich in diesem aufhält, ist es nicht möglich die wahren Ausmaße der Zerstörung und des
Verfalls wahrzunehmen. Sie befindet sich in ihrem eigenen virtuellen Kosmos und hat keinen Bezug zur Außenwelt.
Die Charaktere in diesem Stück haben jegliche Persönlichkeit verloren, diese Stereotypen werden in meinem Konzept durch
Cyborgs dargestellt - Technologie die die Menschen besetzt hat. Es wird ihnen keine Möglichkeit geboten ihre Persönlichkeit
zu entwickeln. Denn auch in der heutigen Gesellschaft ist es möglich sein Leben zu verleugnen um im Internet ein neues
virtuelles Sein zu erlangen.Die Menschen in diesem Stück sind miteinander verlinkt, ohne diese Bindung würden sie aufhören zu
existieren - dies steht im Bezug zu Jelineks Sprachwahnsinn, denn auch ohne diesen hätten die Charaktere keine Lebenschance.
Der Verfall um sie ist schon fortgeschritten, aber zu keiner Zeit wichtig.

Im Kontrast zu den mechanischen Wesen stehen die Tiere, der Elch und der Bär, die nicht dieser Welt angehören und versuchen
im Chaos zu überleben. Sie sind durch Versatzstücke des Kostüms als Tiere gekennzeichnet, diese geben sie den Menschen zum
Kostümtausch ab, bleiben aber auch dadurch sie selbst, denn die Kennzeichnungen sind auf ihrer Haut aufgemalen.
Erst am Ende des Stückes, als sie von den Menschen zerstückelt werden und ihrer Seele beraubt, wandeln sie sich zur erhöhten Technologie und erscheinen als Hologramme- in Form von japanischen Philosophiestudenten - am Müllberg.

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